Geschichte der Bonner Mathematik

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wird in Bonn Mathematik gelehrt.

Felix Hausdorff
Felix Hausdorff
Rudolph Lipschitz
Julius Plücker
Felix Klein
Felix Klein
Julius Plücker
Rudolph Lipschitz

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wurde durch den preußischen König Friedrich Wilhelm III im Jahr 1818 gegründet. Von Anfang an war die Mathematik in Bonn mit zwei Lehrstühlen vertreten von denen einer auch Physik und Astronomie abdeckte.  

Julius Plücker war der erste Professor für Mathematik in Bonn und hatte zeitweise beide Lehrstühle gleichzeitig inne. Von 1856 an konzentrierte er sich dann nur noch auf den eher physikalisch orientierten Lehrstuhl.  

1866 stellt Plücker den erst 17jährigen Felix Klein als seinen Assistenten ein, der später in Göttingen zu einem der ganz großen deutschen Mathematiker werden sollte.

Rudolph Lipschitz, der Plücker auf dem Mathematik-Lehrstuhl nachfolgte, wurde der Prüfer von Klein nachdem Plücker 1868 verstorben war.  

Von 1866 bis 1868 arbeiteten die drei bedeutenden Mathematiker Plücker, Lipschitz und Klein gemeinsam in Bonn. 

Plückers Nachfolger auf den beiden Bonner Lehrstühlen wurden Otto Toeplitz im Jahr 1928 und Felix Hausdorff im Jahr 1921. Beide waren herausragende, international hoch geschätzte Mathematiker jüdischer Abstammung. 1935 wurden Toeplitz und Hausdorff gezwungen ihre Lehrstühle niederzulegen. Hausdorff, seine Frau und seine Schwägerin begingen 1942 gemeinsam Selbstmord, um der Deportation in ein Konzentrationslager zu entgehen.

 

 

Im Universitätsmuseum können Sie noch mehr über die spannende Geschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und der Bonner Mathematik erfahren